Du und nicht deine Methoden und Tools geben den Ton an

Fokus richtig setzen
Es ist nur allzu leicht, sich auf die Wirksamkeit einer Methode oder eines Tools zu verlassen und dabei die Verantwortung abzugeben, unser Leben aktiv zu gestalten. Wie mein‘ ich das? Nehmen wir an, du möchtest als Führungskraft eine neue Zeitmanagement-Methode, wie das bekannte Getting Things Done-System (David Allen) nutzen, um produktiver und vor allem effektiver zu werden bei deiner Arbeit. Schnell wird dir klar, dass es dich enorm stresst, diese vielen verschiedenen Ordner im Blick zu behalten, diese immer aktuell zu halten, alle Eingänge (egal ob postalisch, per Email, persönlich oder telefonisch) in deinen Mappen abzulegen. Anstatt, dich zu entlasten und deine Effektivität zu steigern, fühlst du dich noch gestresster und chaotischer. 
Entweder quälst du dich noch eine Weile durch und zwingst dir den Willen dieser Methode auf, oder du gibst auf und verwirfst dieses wertvolle Werkzeug frustriert.

Der andere (intuitive) Weg

In einem ersten Schritt horchst du einmal in dich, um für dich abzuklären, welchen Zweck dein neues Werkzeug (Methode, Technik, Tool) für dich erfüllen soll. Was ist seine Aufgabe? Stell‘ es dir möglichst konkret vor, vor allem was dadurch dann anders ist. Stelle dir den Zielzustand und nicht den Prozess vor. Also stell‘ dir vor, wie du gelassener und geordneter deinen Alltag bestreitest, alles findest, was du brauchst und mehr Zeit für andere, dir wichtige, Aktivitäten hast. Und nicht das System, mit dem du jetzt gerade glaubst (basierend auf deinem bisherigen Wissen und deinen bisherigen Erfahrungen), dies erreichen zu können. Sprich‘, nicht das Getting Things Done-Konzept und wie du die Mappen verwendest.

Eine Methode ist dann am wirkungsvollsten, wenn sie dir und deinem Zweck dient. Daher sollte dieser Zweck bei der Suche und Auswahl des Werkzeugs im Fokus stehen.

Visualisieren

Nun beginnt die Suche. Fokussiere weiter dieses Bild so oft, wie möglich an möglichst jedem Tag (am besten mehrmals täglich). Visualisiere diesen Zielzustand, den du erreichen möchtest. Nutze das Schwarmwissen deines persönlichen Umfeldes, indem du anderen von deiner Suche nach einem Werkzeug erzählst, das diesen bestimmten Zweck erfüllt. Gib‘ deine Suche bei Suchmaschinen, wie Google oder YouTube ein. Schau, ob es nicht Bücher oder Blogs gibt, die sich bereits mit diesem Thema befassen und Tipps für dich parat haben.

Werkzeug

Erst, wenn du das passende Werkzeug gefunden hast, macht es auch Sinn, damit loszulegen. Ansonsten verschwendest du nur viel Zeit und Energie und züchtest dir Frust an. Und oft führt Frust dazu, dass wir dann längere Zeit keinen Willen mehr aufbringen wollen, um einen neuen Versuch zu starten. Das ist also NUR kontraproduktiv.

Schau auf dich, die Welt braucht dich

Deine Susi

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